Neubau eines Technologiezentrum IBM / ARAG, München Office and Technology Centre IBM / ARAG, Munich
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Den größten Auftrag in unserer bisherigen Bürogeschichte erhielten wir durch den weltweit agierenden, amerikanischen Projektentwickler und Investor AIG/Lincoln Properties auf einem 52.000 qm großen Grundstück in München.
Hier führt der Mieter IBM mehrere Standorte auf insgesamt ca. 24.000 qm Brutto-Geschossfläche zusammen; eine nahezu gleiche Flächengröße steht in einem 2. BA weiteren Unternehmen der IT-Branche zur Verfügung.
Nach einem langwierigen Entscheidungsverfahren mit der Bewertung unterschiedlichster Standorte erforderte der Zuschlag für das Grundstück der AIG/Lincoln Properties die sofortige Realisierung des 1. BA. Lediglich sechs Wochen standen für Entwurf und Genehmigungsplanung zur Verfügung, 13 Monate für die Realisierung einschließlich Baugrube. Fast 35 Mio. € wurden an Baukosten investiert, um mit moderner Architektur, flexiblen Bürostrukturen und einer Hightech-Ausstattung diesen Standort neu zu definieren.
Die Vorgabe des sogenannten Desk-Sharings oder auch E-Place des Mieters erforderte zudemeine offene Architektur in maximaler Flexibilität.
Die Wandelbarkeit des Inneren findetAusdruck in der äußeren Form,die als strukturierte „Maschine“mit konzentrierten, dienenden Kernenim Gegensatz zu den weiträumigenNutzflächen kontrastiert.Grundlage des städtebaulichenEntwurfes war die Zweiteilung des Gesamtvolumens unter Einbezug eines Bestandsgebäudes von Motorola in zwei kammartige Bebauungsstrukturen.
Zwischen beiden Bebauungen entwickelt sich in der Ost-West-Achse ein Central-Park, ein Campus, dessen großräumliche Dimension mit den Innenhöfen eng verzahnt ist.
So entsteht innerhalb eines dispersen Gewerbegebietes mit erheblichen Lärmemmissionen eine intime, ruhige Landschaft, der die Bereiche für das konzentrierte Arbeiten in den „Fingern“ zugeordnet sind. Die Kammstruktur ergab sich logisch aus diesem inneren Campus- Gedanken, sie ergab sich aber auch aus dem von Louis Khan entliehenen, strukturalistischen Gedanken „dienender Kerne“ in den Dunkelzonen für Treppen, Aufzüge, Sanitärräume, hoch installierte Schächte und „bediente“ Büro- Nutzflächen in 13,50 m und 15,00 m breiten Baukörpern. Die Haupterschließung erfolgt für die fast 1.200 Mitarbeiter im Erdgeschoss über eine Straße, eine Mall, die alle Kerne horizontal untereinander verbindet, und mit Konferenzräumen, Bistro und Restaurant sowie Ausstellungsflächen funktional verknüpft. Anfangs und Endpunkt der Kamm-Struktur im 1. BA sind markiert durch eine fünfgeschossige Linse mit Büroflächen in Ausrichtung zur Autobahn sowie ein zusätzliches Parkhaus mit skulpturaler Erschließungsrampe in Sichtbeton.
Die kurze Bauzeit konnte nur sichergestellt werden mit einem hoch effizienten Fertigteilsystem, das alle Bauteile gleichermaßen vom Keller bis zum Dachgeschoss umfasste.
Im äußeren Erscheinungsbild ist dieses Konstruktionsprinzip erkennbar bei den tragenden Wandbauteilen in mineralischem Wärmedämmverbundsystem neben vorgehängten gläsernen Curtain- Wall-Elementen vor den skelettierten Bereichen. Die Effizienz der architektonischen Struktur, die Ästhetik der verwendeten Materialien, die gemeinsam mit den planenden Partnern entwickelte Logistik, nicht zuletzt die städtebauliche Komposition sind wirkliche Entschädigungen für den Überdruck, dem unser Büro sowohl während der Planungs- als auch Realisierungszeit ausgesetzt war.
The biggest order ever in the so far course of our office existence we were given by the world wide acting American project developer and investor AIG / Lincoln Properties for a site of 52.000 m² in Munich.
IBM puts several locations together on a space of 24.000 m² BGF; an almost identical space is at the disposal of further enterprises of the IT branch in a second building section.
We were only given six weeks for outline and approval planning, 13 months to carry out everything, including the excavation.
Almost 35 m. € building costs were invested to re-define this location with modern architecture, flexible office structures and a new hightech equipment. The instruction of the so-called desk sharing or E-Place of the tenant demanded an open architecture and utmost flexiblity.
The changeability of the inside finds its equivalent in the outer shape which as a structured machine with concentrated cores forms a contrast to spacious usable floor-space.
The short building time could only be made certain thanks to a system of readily produced parts which included any building part from the cellar up to the roof floor.
This way of construction is visible in the outer appearance at the carrying parts of the walls, next to glass curtain-wall-facades in front of the skeletted areas.










