Wohnanlage mit 120 WE, München condominium with 120 accommondation units, Munich
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Einst weitläufige Baumschule, dann jahrelange Brache: erst 1999 wurden wir aufgefordert, das Grundstück für eine Wohnbebauung zu entwickeln. Das langgezogene, nord-süd-orientierte Grundstück wird im Osten begrenzt durch die Trasse der S-Bahn, deren Lärmemissionen wesentlichen Einfluß auf die städtebauliche Disposition hatte.
Im Süden und Westen schließt sich an eine lockere Bebauung mit Ein- und Zweifamilienhäusern und nur wenigen Gebäuden mit mehr als dreigeschossiger Höhenentwicklung.
Unser Auftrag begann mit der begleitenden Änderung des Flächennutzungsplanes, der Aufstellung und Entwicklung eines Bebauungsplanes bis hin zur Realisierungsplanung, Objektüberwachung und Schlußdokumentation.
Die städtebauliche Disposition basiert auf einem nord-süd-gerichteten, bis zu fünfgeschossigen Baukörper, der parallel zur S-Bahnlinie orientiert ist und Voraussetzung schafft für einen ruhigen, angenehmen Quartiersinnenraum.
Er nimmt kleine und große Geschoßwohnungen auf, zum Teil ausgelegt als Maisonettewohnungen neben dem Anteil an sozialem und gefördertem Wohnungsbau.
Quer hierzu sind drei Reihenhauszeilen aufgestellt, die auf ihrer Westseite in einen kleinen Park einbinden; auf der Ostseite markieren dreigeschossige „Kopfbauten“ eine städtebauliche Fassung des öffentlichen Platzes, der das Zentrum der Wohnanlage bildet.
Öffentlicher und privater Raum sind über Halbzonen miteinander verwoben; sie bilden eine kleine Stadt in der Stadt, die für die nahezu 125 Wohneinheiten angemessen ist.
Im Norden wird ein Kindergarten das Areal arroundieren – zur Versorgung des Quartiers wie der angrenzenden Bebauung.
Der Differenzierung im Städtebau und öffentlichen Raum entspricht eine Differenzierung im Wohnungsangebot:
Klassische Reihenhäuser mit zwei Vollgeschossen zuzüglich eines Terrassengeschosses prägen die Zeilenstruktur. Den Erdgeschoßflächen sind hier Gärten zugeordnet neben Vorzonen im jeweiligen Eingangsbereich.
Die Geschoßwohnungen der Kopfhäuser sind erschlossen über einläufige Treppenanlagen in den Fugen zu den Reihenhäusern.
Sie erschließen nord-süd- und ost-west-orientierte Wohnungen mit ein bis vier Zimmern. Diese Bauten sind im Erdgeschoß aufgeständert, nehmen hier Erschließung, Fahrradabstellräume und andere Nebenfunktionen auf. Der Entfall von erdgeschossigen Freiflächen ist kompensiert durch Balkone und Loggien.
Innerhalb der Riegelbebauung parallel zur S-Bahn prägen weitestgehend Maisonettewohnungen das Erscheinungsbild, erschlossen über Laubengänge mit öffentlichen, aus der Bauform herausgetretenen Treppenhäusern. Manche der Wohnungen sind einem Gartenanteil zugeordnet, andere wiederum einer Dachterrasse. Der Wohnungs-Mix ist vielfältig; er berücksichtigt die Ost-West-Orientierung ebenso wie die Lärmemissionen der S-Bahn: zu ihr sind keine Aufenthaltsräume orientiert sondern lediglich Nebenräume wie Küchen, Bäder und Hauswirtschaftsräume.
Material und Konstruktion der Wohnanlage sind einheitlich geprägt durch Schotten quer zu den Fassaden in Stahlbeton, die Fassaden selbst sind nahezu ausschließlich in Ziegelmauerwerk errichtet. Diese Konstruktionsweise ist der Wirtschaftlichkeit des Bauwerkes ebenso geschuldet wie der zeitlichen Ökonomie – dies ohne Aufgabe ökologischer und baubiologischer Prinzipien.
Alle Oberflächen sind verputzt als Träger einer Farbigkeit, die nicht nur dem Bauherren geschuldet ist sondern auch der Lebendigkeit des Gesamtensembles: von gelb bis ocker reicht die Farbpalette, jeweils bezogen auf unterschiedliche Bauformen und Funktionsbereiche.
The urban development arrangement is based on a North-South-directed building which is up to 5 storeys high and directed parallel to the S-train tracks. It offers the prerequisite for a quiet and pleasant inner space of the district quarter. This inner space contains small as well as large flats some of them maisonettes, some being part of social and supported flat buildings.
Crossways there are three lines of terraced houses which include a little park on their Western side. On the Eastern side three storey “head buildings” mark an urban version of the public place that forms the centre of the housing estate.
On the Northern side a kindergarten will functionally complete the housing area – to supply the quarter as well as the nighbouring development.
Public and private space are being interwoven by half zones; they are forming essential presequisites for a little city within the city, for the high quality organisation of altogether 125 living units.





